Die Kelter - Ellmendinger Kelterkonzerte

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Die Kelter

Die alte Kelter selbst war seit dem 18. Jahrhundert ein offener Holzbau mit Krüppelwalmdach und wurde später durch mannshohe Latten abgeschlossen. Entsprechend den vorhandenen Unterlagen wurde in den Jahren 1758 - 60 das steinerne, zweigeschossige Kelterstübchen an der südlichen Schmalseite angebaut. Die Zimmermannsarbeit führte ein Jung Dietrich Stephan durch. Über dem Torbogen des Eingangs zu dem Anbau sind zwei alte Inschriften angebracht. Die untere lautet: IHM Jahre 1795 hat das Fuder Wein gegolden 370 fl.: Sch. F. G. May, oben kursiv: Zur Erinnerung. Im Jahre 1873 hat das Ohm oder 150 lt. Wein gegolten 65 fl. oder 111.13 Pf. Bürgermeister May.
Die alten Seisenstände wurden 1934 durch sicherlich hässlich zu nennende Seisengräben erneuert, die jedoch erfreulicherweise wieder zugeschüttet wurden. Die alten Torkeln wurden im Jahre 1928 an Ellmendinger Handwerker verkauft, was zweifellos einem großen Verlust gleichzusetzen ist. Der Genauigkeit halber sei erwähnt, dass die jetzige alte Trotte nicht aus Ellmendingen stammt, sondern in den 60er Jahren von Dietenhausen erworben wurde und als "Überlebende" des Geschlechtes der Torkeln von einem vergangenen Glanz kündet.
Kommt man an der alten Kelter vorbei, so hat man, ob man will oder nicht, den Geruch eines guten Ellmendinger Viertels in der Nase und man hört auf die Einflüsterungen des alten Weingottes Bacchus, der da flüstert: COS = Colore, Odore, Sapore (Farbe, Geruch, Geschmack). Bei einem guten Viertel Wein sollte man das Gespräch unter seinesgleichen frönen und sich dessen freuen, was der Herrgott unserem Dorf so an überreichem Maß bescherte.
Auszüge aus der Ellmendinger Ortschronik von Heinz Hower im Verlag der Gemeinde Keltern. Zu beziehen über das Bürgermeisteramt
 
 
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